A self-made tabletop woodworking bench // Eine alte Tischhobelbank zum Selberbauen

((Eine deutsche Version des Texts findet Ihr direkt unter der englischen.))

Hans Vatter’s How to build a tabletop woodworking bench

… and wondering what to make of it. Is it all that practical? Will it hold? And what?

But first things first. A while ago I brought home this 1929 how-to book for the hobbyist by the author Hans Vatter. And what first caught my eye was definitely his instructions on how to build your own workbench. It’s not a full-blown bench, but rather a small contraption that you fasten to a tabletop and that gives you a (tail) vise and holes for bench dogs. It’s intented for all those woodworkers that don’t have enough room or money for a larger bench, indulge only from time to time in woodworking or maybe want to start this hobby and have a go without a lot of investment. That in turn got me interested right away, since all this applies to myself: A greenhorn woodworker with more enthusiasm than time, money and space (Heck, I don’t even have a table to work on 😉 )

So I decided to have a closer look. The instructions turned out to be rather confusing though. The plan is printed very small, what makes it somewhat hard to read. And what’s more, there is no depiction of the final product. So I fired up my SketchUp and set out to build one digitally (somewhat fitting for the theoretical craftsman that I am, right?).

First observation: SketchUp is a pain in the backside, and will always be. Second observation: Vatter’s plans are rather sloppy, I must say. I am glad I reconstructed the whole thing on the computer. If I had sawn all the parts according to his instructions, every second part would have come out either too short or too long in at least one dimension. They were easily fixed during modelling, however. And this is what it looks like:

bench-model

A tabletop workbench, according to plans from „Handwerksbuch“ (1929)

Now, I am not really sure, what to make of his design. Take the vise for example. It holds your workpiece while you saw or drill into it and also allows boards to be fixed lengthwise on the bench for planing (see one of the images below). Vatter suggests having the large 3 centimeter thick wood screw made by a wood turner along with the tapped bore holes that is fixed to the immobile part of the bench. Well, last time I looked, there wasn’t a professional wood turner in Heidelberg. Reasonably priced wood screws of that diameter are pretty hard to come by. I tried to find one online, but had no succes. On the other hand, you could nowadays get a cheap metal vise at the hardware store. That however would mean a drastic change in design.

I am also not too sure about that giant overhang, which is necessary to accomodate the screw. Though on some tables you might be able to attach the workbench directly at the corner, in most cases it wouldn’t work, which leaves you with about 15 centimeters of free space between the vise and the tabletop. That might make the whole thing somewhat unstable. (It might however prevent you from sawing into your kitchen table.)

On the stop at the left side – the part that sits right next to the side of the tabletop – Vatter proposes to attach two steel plates to reach under the table and fasten the whole thing to the top with the help of two large screws. You can see them on the rendered view that shows the underside. My feeling is that this construction gives the whole thing a twisting motion, I’d rather have the attachment placed centrally along the long axis.

And last but not least: If you plane only sporadically, my understanding is that you can get away with much simpler holdfasts and planing stops. Is there a need for a mobile bench? Perhaps not. Perhaps Vatter included it in his book, because he already knew back then: Everybody loves workbenches 🙂 And this one might even be feasible for the beginner.

I’d be interested to hear what you think of this design. Useful or not? In case you have made any experiences with this or similar tabletop benches, please write it down in the comments.

(See the plan and more photos from within the book at the end of this post.)


 

Hans Vatters selbstgebaute Tischhobelbank

… und was man davon halten soll. Was taugt die Bank? Und hält das überhaupt?

Vor einiger Zeit habe ich mir ja dieses Buch zugelegt, in dem man allerhand Anleitungen für selbstgebautes Werkzeug für Holz- und Metallbastler findet. Was mir sofort ins Auge sprang, war die selbstgebaute Tischhobelbank. Ein Stück für all diejenigen, die sich keine große, richtige Hobelbank leisten wollen oder können oder keinen Platz dafür haben oder das ganze überhaupt erstmal ausprobieren wollen oder nur hie und da mal zum Hobeln kommen. Da war ich natürlich Feuer und Flamme, denn all das trifft ja auf mich, das Handwerks-Greenhorn, fast komplett zu (so gesehen habe ich allerdings nicht mal einen Tisch, auf den das Ding draufpassen würde).

Jedenfalls habe ich die Pläne und Anleitungen inzwischen einmal näher in Augenschein genommen. Was gar nicht so einfach war, denn die Abbildung ist schon ziemlich winzig gedruckt. Und vor allem gab es auch keine Abbildung, wie das gute Stück am Ende denn überhaupt aussehen soll. Deshalb hab ich mal mein SketchUp angeworfen und versucht, den Aufsatz am Computer zu modellieren. Alle nötigen Teile hab ich mir wie immer beim „Theoretiker“ gekauft.

Beobachtung eins: SketchUp ist und bleibt eins der nervigsten Stücke Software, die es auf dem freien Markt gibt. Beobachtung zwei: So arg sauber hat der Herr Vatter bei seinen Plänen nicht gearbeitet. Glücklicherweise habe ich das aller nur am Computer gebaut. Wenn ich gleich nach seinen Maßen gesägt hätte, wäre jedes zweite Teil entweder zu lang oder zu kurz geworden. So ließen sich die Werte aber ganz gut anpassen.

Wenn ich mir das Resultat so ansehe, bin ich allerdings gar nicht sicher, was ich davon halten soll. Nimmt man mal den Schraubstock bzw. die Hinterzange, mit der man sein Werkstück zum Sägen oder Bohren einspannt, die aber auch dazu dient, ein längs gelegtes Brett festzuhalten und zu bearbeiten (siehe Abbildung). Vatter: „Die Schraubenspindel H zum Öffnen und Schließen der Hinterzange lässt man sich von einem Drechsler aus Weißbuchenholz herstellen.“  Jetzt gibt es leider bei uns im Ort keinen Drechsler, der meine Bestellung entgegennehmen würde. Auch im Internet ließ sich nicht so leicht eine solche drei Zentimeter im Durchmesser messende Riesenschraube auftreiben. Vielleicht muss ich wirklich mal schauen, wo dieses Weißbuchenholz überhaupt liegt. Nur, auf der anderen Seite gibt es heute im Baumarkt oder online ziemlich günstige Metallschraubstöcke, die man in so einer Bank verarbeiten könnte. Die könnten ja bei einer solchen Bank völlig ausreichen. Dann muss man aber das ganze Design völlig umstricken.

Außerdem irritiert mich dieser Überhang. Damit genügend Platz bleibt für die eingedrehte Spindel, muss man den Tischaufsatz mindestens 15 Zentimeter nach vorne abstehen lassen. Mir erscheint das dadurch eher instabil. Immerhin sägt man dabei nicht so schnell in die Tischplatte …

Vatter schlägt vor, dass man am Tischanschlag links zwei Metallplatten anbringt, mit denen man den Aufsatz von unten an die Tischplatte schrauben kann. Man sieht die beiden Schrauben in der 3-D-Ansicht von unten. Für meine Begriffe erzeugt das jedoch beim Hobeln eine asymmetrische Belastung, und man reißt früher oder später diese Schrauben ab. Mein Gefühl sagt mir, dass eine eher mittig angeordnete Befestigung hier zielführender wäre.

Und last but not least: Braucht man für diesen Einsatzzweck überhaupt eine Hobelbank? Wenn man nur sporadisch zum Hobel greift, tun es ja angeblich auch viel einfachere Befestigungsarten. The English Woodworker hat irgendwo mal gezeigt, dass man auch einfach einen Nagel oder eine Klammer in die Tischoberfläche hämmern kann, um ein Widerlager fürs Hobeln zu haben. Vielleicht hat Vatter diese Tischhobelbank in sein Buch aufgenommen, weil er wusste, worauf seine Bastler so abfahren würden. Mal ehrlich, wer steht nicht auf Hobelbänke? Und diese ist einfach genug, dass sie auch der Anfänger nachbauen können dürfte.

Oder wie seht ihr das? Wenn ihr Meinungen zu diesem Design habt oder euch für mehr Details interessiert, schreibt es in die Kommentare. Das würde mich freuen!

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